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Onirim

Onirim_cover

Für 1-2 Spieler

Ab 8 Jahren

Spielzeit: 30 Minuten

Pegasus Spiele

Preis: ca. 10 €

von Shadi Torbey

Als Traumgänger verloren in einem geheimnisvollen Fantasielabyrinth… so könnte man Onirim kurz und knapp beschreiben. Wir besitzen die erste Edition in der Metalldose, mittlerweile gibt es eine zweite Edition im Pappkarton. Enthalten ist ein Basisspiel (76 Karten) und drei Erweiterungen, die man nach Belieben dazu nehmen kann.

Träume können schön, lustig oder traurig sein – meistens sind sie aber einfach kurios – genau das versucht der Spiel einzufangen.
Aber was, wenn wir nicht mehr ohne weiteres aus dem Traum aufwachen können? Wenn da acht verschlossene Türen sind, die es gilt zu öffnen, um dem Traum zu entkommen…
Shadi Torbey ist eigentlich Opernsänger, und da er beruflich viel unterwegs ist, hat er ein Kartenspiel entwickelt, dass man sowohl alleine als auch kooperativ zu zweit spielen kann.  In den USA gab es viele begeisterte Stimmen zu Onirim, in Deutschland scheidet es die Geister ein wenig. Was wir von dem Traumspiel halten, erfahrt ihr hier.

Ziel des Spiels ist es, alle 8 Pforten zu entdecken, um dem Traumlabyrith zu entkommen. Ist der Zugstapel leer bevor das geschafft wurde, ist das Spiel verloren. Zum Einstieg ist es empfehlenswert, das Basisspiel ohne die Erweiterungen zu spielen. Im Folgenden wird zunächst die Solo-Variante beschrieben.

Die Karten werden gemischt, die obersten 5 Karten des Zugstapels auf die Hand genommen.
Nun geht es darum, das Labyrinth zu bauen. Dazu werden die Labyrinthkarten in einer Reihe abgelegt. Sobald drei gleichfarbige Karten nebeneinander liegen, wird die Pforte der entsprechenden Farbe gefunden. Doch ganz so einfach ist es nicht…. Jede Labyrinthkarte hat in ihren Ecken ein Symbol: Mond, Stern oder Schlüssel. Beim Bauen des Labyrinths dürfen nie zwei gleiche Symbole aneinander liegen. Die Reihenfolge kann natürlich nicht geändert werden und es darf nur in eine Richtung angelegt werden.
Man kann sich auch für das Abwerfen einer Karte entscheiden (z.B. wenn man auf eine bestimmte Pforte hinarbeitet und den Platz im Labyrinth nun nicht mit einer anderen Farbe belegen möchte), dann wird die Karte auf den Ablagestapel gelegt und somit aus dem Spiel entfernt.
Durch das Abwerfen eines der seltenen Schlüssel kann außerdem eine “Prophezeiung” erfüllt werden: Die obersten fünf Karten des Zugstapels dürfen durchgeschaut und beliebig angeordnet werden, eine Karte muss dabei allerdings abgeworfen werden (hierfür eigenen sich am besten Albträume…).
In der zweiten Phase wird die Hand aufgefüllt. Zieht man hierbei Pfortenkarten, kommen diese in den “Limbus”, diese Karten werden im Anschluss wieder eingemischt.
Wird eine Albtraumkarte gezogen, muss man aus verschiedenen Rückschlägen wählen, wie zum Beispiel eine bereits gewonnene Pfortenkarte wieder zurücklegen.
Als  nächstes wird der Limbus wieder eingemischt und eine der Handkarten wird erneut im Labyrinth angelegt (oder abgeworfen).

Das kooperative Spiel läuft sehr ähnlich ab. Jeder baut an seinem eigenen Labyrinth und jeder Spieler muss 4 Pforten finden. Hierbei kann man sich auf verschiedene Arten unterstützen.

Die verschiedenen Erweiterungen können beliebig kombiniert werden und bringen mehr Abwechslung ins Spiel.

  • Das Buch der Schritte
    Gibt die genaue Reihenfolge vor, in der die Pforten gefunden werden müssen. Gleichzeitig gibt es drei mächtige Zauber, die dem Spieler helfen können.
  • Die Türme
    Es müssen nicht nur Pforten, sondern auch Traumtürme zusammengeführt werden, welche vom “bösen Incubus” verstreut wurden
  • Finstere Vorahnungen
    Finstere Vorahnungen treten ein, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind und bringen Nachteile. Gleichzeitig gibt es “Glückliche Träume”, welche Vorahnungen entfernen können.
Die Regeln sind eigentlich nicht sehr komplex, allerdings muss man einiges in der Anleitung am Anfang 2-3 mal lesen, bis man es verstanden und verinnerlicht hat. Beherrscht ein Spieler bereits die Regeln, sind diese recht schnell erklärt.
Das Spiel lebt sehr von seiner Atmosphäre und der Gestaltung der Karten, die, wie wir finden, sehr schön zu dem Traumthema passen.
Im Solo-Spiel (besonders im Solo-Spiel ohne Erweiterungen) kann das häufig nötige Mischen etwas nervig sein. Im Zweispielerspiel hat es uns nicht gestört, hier kann einfach der Spieler mischen, der gerade nicht am Zug ist.
Der Glücksfaktor überwiegt durch das ständige Kartenziehen etwas, aber Strategie ist durchaus mit dabei!

Fazit: Ein schönes, sehr atmosphärisches Spiel für zwischendurch. Mir gefällt vor allem die thematische Einbindung sehr. Wen das Thema anspricht und wer mit dem Faktor Kartenglück kein Problem hat – dem sei das Spiel ans Herz gelegt.

ls Traumgänger verloren in einem geheimnisvollen Fantasielabyrinth... so könnte man Onirim kurz und knapp beschreiben. Wir besitzen die erste Edition in der Metalldose, mittlerweile gibt es eine zweite Edition…

Review Übersicht

Idee
Material
Mechanik
Interaktion (kooperative Variante)

Verträumt

Ein sehr atmosphärisches Kartenspiel, das sowohl von einem als auch von zwei Traumwandlern gespielt werden kann.

User Rating: Be the first one !
80

About Tanja

Ober-Pinguin im Iglu, spielt gerne Spiele mit Pinguinen - was auch sonst?

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